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Essen braucht seine Zeit
Zeitpunkt des Essens entscheidend über das Wohlbefinden.

"Werden wir müde, weil wir gerade gegessen haben, oder sollten wir essen, wenn wir müde werden?" Dieser Frage ging Dr. Barbara Knab nach, Schlafforscherin und Wissenschaftspublizistin, im Rahmen der Tagung "Geschmack der Zeiten - Zeiten der Ernährung" Ende September in Tutzing. "Der Mensch hat viermal täglich, und zwar um 9 Uhr, zwischen 12 und 13 Uhr, gegen 17 Uhr und abends ab 22 Uhr, eine gute Fähigkeit, einzuschlafen. Da auch Essen schläfrig macht, ist es gut, zu diesen Zeitpunkten zu essen, da wir sowieso müde werden würden." Schnelles Einschlafen am Abend und das Erreichen von zur körperlichen Erholung notwendigen Tiefschlafphasen wird jedoch durch den richtigen Zeitpunkt des Abendessens sowie eine bewusste Auswahl der Speisen garantiert: "Eine schläfrig machende Sättigung erreicht man am besten mit einer kohlenhydratreichen Mahlzeit. Diese sollte spätestens drei Stunden vor dem Einschlafen verzehrt werden", so Knab. Späte, schwere Mahlzeiten machen zwar müde, führen aber zu einer schlechteren Schlafqualität. Auch Hungergefühl stört den gesunden Schlaf.
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Die Bedeutung bestimmter Tageszeiten, die Einfluss auf eine gesunde Ernährung haben können, wurde von Dr. Bernhard Watzl von der Bundesforschungsanstalt für Ernährung und Lebensmittel vertieft: "Regelmäßige Mahlzeiten unterstützen die kognitive Leistungsfähigkeit." So versorgen beispielsweise Frühstück, Mittag- und Abendessen den Körper in rhythmischen Abständen mit notwendiger Energie. "Insbesondere wird dieses bei der Betrachtung des Frühstücks deutlich. Studien belegen, dass eine frühe Mahlzeit die Gesamtenergieaufnahme pro Tag niedriger hält, als ohne diese Mahlzeit. Des Weiteren werden bei Personen, die nicht frühstücken, höhere Cholesterinwerte und eine geringere Insulinsensitivität diagnostiziert." Watzl schlussfolgerte, dass man sich ausreichend Zeit für Haupt- und Nebenmahlzeiten nehmen und konstante Mahlzeitenrhythmen pflegen sollte. Ein bewusster Umgang mit Mahlzeiten und Esszeitpunkten kann also das gesamte Wohlbefinden steigern und somit einen Beitrag zu einer gesunden Ernährung und Lebensweise leisten. TS
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Quelle: AID
     [03.11.2005]
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