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Heilsamer Humus
Naturmoor gewinnt seit Jahren wieder an Bedeutung in Rehabilitation sowie in Rheuma- und Schmerztherapie.

„O, schaurig ist's, übers Moor zu gehen …“. Was Annette von Droste-Hülshoff in einer Ballade von 1841 so eindrucksvoll beschrieb, veranschaulicht die Vielzahl von Mythen, die sich seit jeher um das Moor ranken. Dabei spiegeln diese Geschichten den wertvollen Beitrag für die Gesundheit kaum wider. Denn seit Jahrhunderten findet Naturmoor Anwendung in der Medizin.
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Durch seine Fülle an bioaktiven Pflanzenstoffen avanciert Naturmoor zu einem wertvollen Helfer in der Physikalischen Therapie, wo die wohltuenden Effekte besonders im Bereich von rheumatisch- und chronisch-degenerativen Gelenkerkrankungen sowie muskulären Verspannungen zum Tragen kommen. „Das im Torfmoor der Bädergemeinschaft Ostwestfalen gewonnene Naturmoor ist reich an wirksamen pflanzlichen Bestandteilen wie Humus- und Gerbstoffen, Zellulose, Stickstoff und Mineralien wie Eisen, Eisensulfat und Schwefel. Eine ideale Kombination für eine Verbesserung des Zusammenspiels von Muskeln, Sehnen und Gelenken“, sagt Jens Friedrich Holsing, Geschäftsführer des Gesundheitszentrums am Wiehengebirge, HolsingVital GmbH, anerkannt als Moorheilbad seit über 60 Jahren.
Wertvolle Inhaltsstoffe machen Naturmoor so beliebt
Als traditionelles und ortsgebundenes Naturheilmittel bezieht das Torfmoor in Bad Holzhausen seine schmerzlindernde Wirkung aus verrotteten natürlichen Bestandteilen. „Besonderer Bedeutung kommt hier dem im Moor enthaltenen Schwefel zu, der Schmerzrezeptoren besetzt und dadurch zur Schmerzlinderung beitragen kann. Deshalb setzen wir Naturmoor unterstützend in der Schmerz- und Rheumatherapie ein“, erklärt Jens Friedrich Holsing.
Des Weiteren sagen Experten dem Moor wegen seines Huminsäuregehalts eine Neutralisierung von Ausscheidungsprodukten des Körpers nach, welche einen reinigenden Effekt mit sich bringen soll. Somit nutzen Menschen Mooranwendungen heutzutage auch zur Entgiftung, Entspannung und zur Verbesserung des Hautstoffwechsels. Aufgrund seiner enormen Quellfähigkeit kommt Naturmoor entweder für bestimmte Körperregionen als Naturmoorpackung oder für den ganzen Körper als Moorbreibad zum Einsatz. Warm aufgetragen oder eingetaucht, öffnen sich die Hautporen für die Wirkung des Naturmoores.

Foto: HolsingVital
Behagliche Wärme bringt zusätzlichen Effekt
Neben seinen gesundheitsfördernden Inhaltstoffen liegt eine weitere Besonderheit im Wärmeverhalten des Moores. Das auf 42 bis 46 Grad erhitzte Moorbreibad leitet Wärme schlecht weiter und gibt seine Temperatur im Gegensatz zu anderen Bädern nur sehr langsam und kreislaufschonend ab. Die systemische Wirkung durch Erhöhung der Kerntemperatur erzeugt im Körper eine Art „künstliches Fieber“, welches eine Aktivierung des Immunsystems und der Selbstheilungskräfte bewirkt.
Darüber hinaus sagen Experten Mooranwendungen zahlreiche weitere positive Eigenschaften nach: So sollen sie die Durchblutung steigern, ausgleichend auf das vegetative Nervensystem wirken, den Blutdruck senken und bei Unfruchtbarkeit helfen. Jens Friedrich Holsing ergänzt: „Durch seine gute Verträglichkeit eignet sich Moor für fast jede Altersgruppe und je nach körperlicher Verfassung kann einmal wöchentlich ein Moorbad erfolgen. Mit einer anschließenden Ruhephase wird es zu einem besonderen Erlebnis für Körper und Geist.“
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Mehr Informationen unter: www.holsingvital.de
[ EG ]
     [20.02.2009]
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